Schatzgang unter dem Alatsee
Der Falkenstein soll einen ungeheuren Schatz bergen.

Venediger sollen einstmals einen unterirdischen Gang vom benachbarten Salober unter dem Alatsee hindurch bis nach Hohenschwangau gebaut haben. In diesem Gang hätten sie eine märchenhafte Fülle Goldes für kommende Fürsten aufgestapelt.
Wer als Flüchtling auf dem Berg Zuflucht suche und den Zugang zu dem unterirdischen Schatz finde, solle von den Schätzen nur soviel nehmen, als er zur Behebung seiner Not brauche; denn hinter solchen, die sich gierig bereichern wollten, schließe sich die eiserne Türe des Schatzgewölbes und gebe die so Gefangenen nicht mehr frei. Die im Gang herum liegenden Gerippe verhungerter Frevler seinen eine Warnung.
Die Sage spiegelt einen Grundsatz, der auch in vielen Märchen enthalten ist: Nur wer als Flüchtling oder in Not kommt, hat Zugang zu einem unterirdischen Schatz. Wer sich dabei als "Dieb" oder raffgieriger "Plünderer" erweist, findet den Ausgang nicht mehr und stirbt an seiner Geldsucht im Goldrausch.
Vom Schatz frei wird nur derjenige, der in der Lage ist, angemessen zu handeln und nicht auf seinen größtmöglichen Vorteil bedacht ist.
Auch diese Sage deutet einen vorgeschichtlichen Bergbau und/oder einen spirutellen Reichtum der alten Bewohner dieses Gebietes an.