St. Max Faulenbach

Der Pfaff mit den Schlüsseln in Faulenbach

 

Im Faulenbacher Thale bei Füssen wollten in alten Zeiten öfters Leute zur Nachtzeit einen langen, schwarzen Mann mit langem, faltenreichen Gewande und einem Bunde Schlüssel, die bei jedem Schritt schepperten, gesehen haben. Er sei umher gewandelt und wenn er durch den Wald kam, hätten die Bäume angefangen, unruhig zu werden und habe sich ein starkes Rauschen oder sogar Krachen vernehmen lassen. Dann habe es geheißen: "Der Pfaff mit den Schlüsseln hat sich wieder sehen lassen"

Das Symbol des Schlüssel tritt überall dort auf, wo es um einen Übergang oder das Öffnen eines Bereiches geht. Das bekannteste Beispiel ist der Hl. Petrus, der die Schlüssel des Himmels verwaltet.

Dass sich hier in der Sage um einen Pfaffen handelt, steht damit in Verbindung, dass das Kloster St. Mang im Faulenbacher Tal Grundbesitzer war. Wahrscheinlich besteht auch ein Zusammenhang mit dem Durchzug des Dumma-Heeres, das sich auch durch das Rauschen der Bäume ankündigt.

 
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