Mangenacker - Aggenstein

Vor dem Aggenstein ausgebreitet liegt der "Mangenacker", den der Heilige mit der Hilfe von vier wilden Tieren fruchtbar gemacht hat.
Weitnauer
Der Mangenacker taucht im Sagenumkreis des Hl. Magnus auf. Der "Mangenacker" ist bereits auf dem Uraufnahmeblatt von Pfronten um das Jahr 1818 eingetragen.
Frühe Besiedelung?
Aus Tirol und der Schweiz wissen wir, dass es auf den Bergen blühende und fruchtbare Almen gab, ja es gab bereits seit der Steinzeit alte Siedlungen in den Bergen. Dies hat damit zu tun, dass am Ende der Eiszeit die Täler noch unter einer dicken Eisschicht lagen, während die höheren Lagen, wie z.B. der Auerberg eher als Inseln aus dem Eis ragten. Dementsprechend begann dort auch früher die Verwitterung und damit die Bildung von Humus. Dies hatte wiederum zur Folge, dass sich frühzeitig Menschen ansiedelten um Ackerbau zu betreiben. Mancherorts im Alpenvorland sind deswegen die Böden immer noch besser auf den Hügelrücken als unten in der Ebene.
Möglicherweise ist der Mangenacker auf dem Breitenberg genau so ein alter vorgeschichtlicher Siedlungsplatz und wir dürfen gespannt darauf sein, ob hier der Zufall oder eine Ausgrabung einmal Fundstücke zu Tage bringen. Einige Forscher gehen so weit zu sagen, dass die Ursprünge der europäischen Kultur in den Höhlen und Almen der Alpen entstanden sind
