Der Bau von St. Martin

Die alte Pfarrkirche in Wängle war für die stetig zunehmende Bevölkerung zu klein geworden. Sie sollte daher abgerissen und an ihrer Stelle eine größere und schönere erbaut werden. Die Gemeinden der Großpfarre beschlossen aber, das neue Gotteshaus nicht mehr in Wängle, sondern in der Mitte des Pfarrgebietes, in Buchenort, zu errichten.

Die Pfarrsleute schafften bereits das erste Baumaterial herbei und lagerten es in Buchenort ab. Doch einige Tage später fand sich am geplanten Bauplatz kein Brett und kein Stein mehr. Das gesamte Material lag plötzlich in Wängle neben der alten Kirche. Gleich eilten die Wängler herbei und rifen "In der Nacht haben die Engel selbst die Steine und Hölzer nach Wängle getragen. Der Himmel hat damit ein Zeichen gesetzt, dass die neue Pfarrkirche in Wängle stehen soll!" Die Lechaschauer und Höfer glaubten aber nicht an das Himmelszeichen und erzählten noch lange hernach, die Himmelsboten seien die Wängler selbst gewesen, um die Pfarrkirche in ihrer Gemeinde zu behalten.

Ortschronik Wängle

 
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