Das Tannheimer Tal gilt als eines der schönsten Hochtäler in Europa.

In ihm haben sich viele Sagen erhalten, die in eine Zeit zurück reichen, die noch nicht von männlichen Wertvorstellungen dominiert war.

Am 17. September 1796 wurde ein französischer Angriff gegen die Talbewohner abgewehrt. Lärmende Frauen und Kinder wurden in Männerkleider gesteckt, die Heu-Huanza wurden mit Kleidern überzogen und als Armee in Reih und Glied aufgestellt. Große Wachfeuer wurden entzündet. Die napoleonischen Truppen glaubten sich einer Übermacht gegenüber und zog ab.

Der 17. September ist bis heute Talfeiertag im Tannheimer Tal. Wegen ihrer Klugheit sollen die Frauen bestimmte Privilegien bekommen haben. Etwa, dass sie in der Kirche vor den Männern zum Messopfer gehen dürfen.

Tatsächlich dürften die Wurzeln des Talfeiertages und die Betonung der Frauen wesentlich älter sein und in eine weiblich geprägte Gesellschaft zurück gehen. Auch stellt sich die Frage, ob sich der Name Tannheim tatsächlich von den Tannen = Bäumen ableitet, oder ob nicht viel mehr eine Verehrung der Göttin Ana = Tanna = Tannä = Dana = Donnä zugrunde liegt. Denn auch im Venter Tal und Ötztal gibt es sagenhafte (meist versunkene oder im Gletscher verschwundene) Orte mit ähnlichen Bezeichnungen.

Durch das Tal verlauft die ehemalige Salzstraße zwischen Hall in Tirol und dem Bodensee.

Tannheimer Tal

 
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