Die Wilde Fahrt in der Strinde

In der Strindenalpe hörten die beiden Hirten einmal mitten in der Nacht ein ungemein starkes Tosen, dann wildes Schellen- und Glockengeläute, begeitet von furchtbarem Lärm. Sie glaubten nichts anderes, als ihre Herde sei wild geworden und wolle ihnen davon laufen. So sprangen sie schnell auf und hinaus vor die Hütte, um nach dem Vieh zu sehen.

Als sie aber zum Geläger hinab kamen, wo das Vieh nachts gewöhnlich 'hofte', war die Herde ruhig und friedlich beisammen, wie sonst immer um diese Zeit. Nun erst erkannten sie, dass das Lärmen und Toben, das sie aufgeschreckt hatten, von der Wilden Fahrt stammte. Sie waren froh, dass alles so glücklich ablief. Am Morgen aber fanden sie doch zwei Kälber tot, über die die Wilde Fahrt gebraust war.

Reiser

Kirche in Grän

 
Valid XHTMLValid CSS