Geisterschlacht bei Vils

Wenn man von Musau zwischen dem Ranzen und der schwarzen Wand nach Vils geht, kommt man am "Zeiger" und "Einfang" vorbei. Hier soll, erzählt die Sage, einstmals eine Schlacht stattgefunden haben, in der gar hitzig und wütig gekämpt wurde. Noch jetzt hört man zuweilen in den Lüften wildes Säbelgerassel und Waffenklirren, und es hieß daher oft, die Geister der Gefallenen würden hier in den Lüften den Kampf erbittert weiter führen. Manche vernahmen hier nächtlich auch schon wildes Hufeklirren und das Stampfen und Dröhen einer zahlreichen Reiterei, ja den des Nachts hier Vorbeigehenden sollen schon Reiter lange nachgeritten sein. Eine Vilserin kam einmal des Weges, da hörte sie auch die Reiterei und dann aber so starkes Rauschen und Tosen, als wollten alle Berge einstürzen.

Viele sind an dieser Stelle schon stundenlang irre geführt worden, und darum hat man früher nachts den ort gerne gemieden.

Reiser

Der Überlieferung nach hat die Schlacht der Römer zur Unterwerfung des Stammes der Licates (Lechbewohner) in der Nähe von deren Hauptstadt Damasia stattgefunden. Geht man davon aus, dass Damasia, das als "Akropolis" von Strabo beschrieben wird, der Schlossberg von Füssen ist, so kann es sich bei der Sage um eine Erinnerung daran handeln.